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Brot- und Brötchenprüfung 2019

Die alljährliche Brot- und Brötchenprüfung der Bäcker-Innung Nürnberg findet heuer am 09. und 10. Mai 2019 in der Innungsgeschäftsstelle, Rosenplütstraße 2, 90439 Nürnberg statt.

Sie sind herzlich am Freitag, 10. Mai 2019 zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr eingeladen, sich vom handwerklichen Können der Innungsbäckereien zu überzeugen.

Ein Urgestein des Bäckerhandwerks

Nürnbergs Ehrenobermeister Manfred Kerschbaum starb am 31.03.2019 im Alter von 74 Jahren

Nürnberg (pr) – Das Bayerische Bäckerhandwerk und die „Becken“ in der Noris tragen Trauer: Kurz vor seinem 75. Geburtstag ist  Manfred Kerschbaum, Ehrenobermeister der Bäcker-Innung Nürnberg, völlig überraschend verstorben.

Kerschbaum galt als Urgestein des Bäckerhandwerks. Nach der Lehre in der elterlichen Bäckerei im Nürnberger Stadtteil Gostenhof, seiner Gesellen- und Meisterprüfung übernahm er bald auch Verantwortung im Betrieb an der Solgerstraße 13 und im Handwerk: Seit 1984 gehörte er dem Innungsvorstand an, 1991 wurde er zum stv. Obermeister, 2004 zum Obermeister gewählt. Bis 2012 führte er die Innung, war 17 Jahre lang Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer für Mittelfranken, neun Jahre der Kreishandwerkerschaft. Von 2002 bis 2007 fungierte der erfahrene Meister als stv. Bezirksobmann der Bäcker und arbeitete aktiv im Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks mit, von 1994 bis 2009 brachte er sein Fachwissen in den Aufsichtsrat der Nürnberger Bäcker-Bank (heute VR-Bank) ein.

In seiner achtjährigen Amtszeit als Obermeister traf Manfred Kerschbaum u.a. die wichtige Entscheidung, die Innungsgeschäftsstelle von der Ostendstraße an die Schlachthofstraße zu verlagern und mit den Metzgern unter ein Dach zu ziehen. Verdienste erwarb er sich auch als rühriger Mitorganisator des damaligen jährlichen Bäckerballs in der Meistersingerhalle, bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie den „Sternstunden“-Galas des Bayerischen Fernsehens oder den Bayerischen Berufsbildungskongressen im Nürnberger Messegelände.

Daneben übernahm der gläubige Christ zahlreiche Ämter in Kirche und Gesellschaft – ob im Dekanat, der evangelischen Landessynode, im CVJM oder zehn Jahre lang als Landesvorsitzender der Christlichen Bäcker- und Konditoren-Vereinigung. Auch als ehrenamtlicher Richter war er tätig, z.B. am Landes-Arbeitsgericht. In Anerkennung dieser Leistungen verlieh ihm 2001 der damalige stv. bayerische Ministerpräsident Günter Beckstein das Verdienstkreuz am Bande. Von der Nürnberger Innung und seinem Amtsnachfolger Christian Albert wurde er 2012 zum Ehrenobermeister ernannt.  

 BUs: Nürnbergs Bäcker ernannten Manfred Kerschbaum 2012 zum  
  Ehrenobermeister (Fotos: KHW)

 

BUs: 2014 wurde Manfred Kerschbaum (r.) von Kurt Held mit dem Ehrenteller des Bayerischen Bäckerhandwerks ausgezeichnet.             (Fotos: KHS)

In Anerkennung seiner großen Verdienste zeichnete der Landesinnungsverband den unermüdlichen „Macher“ 2014 mit seinem Ehrenteller aus. Stv. Landesinnungsmeister Kurt Held (Ansbach) würdigte dabei Kerschbaums großen Einsatz und „30 Jahre Dienst für das Bäckerhandwerk“. Und: „Du hast immer Verantwortung übernommen und Dich nicht nur um Dein eigenes, sondern ums gesamte Handwerk gekümmert“ – selbst wenn dabei die Familie zu kurz gekommen sei.

Manfred Kerschbaum lebte seit seinem Abschied aus dem Berufsleben in Emskirchen. Er hinterlässt seine Gattin Ursula, die ihm stets ein großer Rückhalt war, drei Kinder und vier Enkel.